
Die Heimatvereinsmitglieder und Imker Hans Pietsch und Bernd Iffland zeigten vom 15. Juli – 3. Oktober die Ausstellung „Bienen und Bienenprodukte“.
Wir möchten Ihr Interesse wecken, informieren über Imkerei, Bienen und Bienenprodukte und die große Bedeutung der kleinen Nutztiere für Natur und Landwirtschaft aufzeigen. Bienen gehören zu den wichtigsten Nutztieren Europas. Nicht nur der Honig, sondern auch die Bestäubungsarbeit, bei der diese kleinen Tiere Unglaubliches leisten, macht sie so wertvoll.
In Deutschland sind rund 80 Prozent der Blütenpflanzen auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen, 85 Prozent dieser Arbeit erledigen die Honigbienen. Allein für ein Kilo Raps-Honig müssen die Bienen bereits 7,5 Millionen Blüten anfliegen. Mit der Ausstellung in dem Vorraum des Museums möchten die Imker aus Friedewald Wissen auf unterhaltsame Weise vermitteln, über wichtige Zusammenhänge aufklären und zudem über die Bedeutung der Bienen informieren.
Zahlreiche Imker-Gerätschaften wie Honigschleuder, Rauchpfeife und Bienenbeuten geben zudem einen Überblick über die Bienenhaltung. Weiterhin wird die Wachsherstellung und Verarbeitung aufgezeigt
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Hintergrund:
Die Honigbiene begleitet und fasziniert die Menschen seit Jahrtausenden. Als Lieferanten von Honig sind Bienen seit jeher geschätzt, aber auch das Wachs als Naturstoff war bereits sehr früh von überragender Bedeutung. Das geordnete Zusammenleben Tausender von Bienen in einem Volk übte eine ebenso große Faszination aus wie die eindrucksvoll regelmäßigen geometrischen Muster ihrer Waben. Dem modernen Menschen dienen die Honigbienen nicht nur als eifrige Mitarbeiter in der Landwirtschaft, sondern auch als Indikatoren für den Zustand unserer Umwelt und als Zeugen für ein intaktes Zusammengehen von Mensch und Natur. Die Honigbiene galt zudem durch die Zeiten hindurch in allen Kulturen, die diese Tiere kannten, als Symbol für positive und erstrebenswerte Eigenschaften wie Harmonie, Fleiß und Selbstlosigkeit. Ursprünglich war die Honigbiene in Afrika beheimatet, wurde vom Mensch über die ganze Welt verbreitet. Ihre Bestäubungsleistung und damit ihre Bedeutung für die Ernährung der Menschheit ist allerdings erst seit 1792 bekannt.
Hans Pietsch u. Bernd Iffland
