Heimatmuseum mit Wasserburg Friedewald

Geschichte des Museums Friedewald

Das Heimatmuseum Friedewald wurde durch die Initiative zweier Mitglieder des im Juli 1968 gegründeten ,,Verkehrs- und Verschönerungsvereins Friedewald" ins Leben gerufen. Unser Beweggrund bei der Gründung des Heimatmuseums war, die vielen noch vorhandenen kulturhistorisch bedeutsamen Gegenstände der Region zu bewahren und sie der Bevölkerung, Schulklassen und Wanderern in ihrer überkommenen Funktion, Beziehung und Ästhetik näher zu bringen.

Bereits im September des gleichen Jahres konnten in dem 1605 erbauten ,,Neuen Marstall" des Landgrafenschlosses drei Ausstellungsräume eröffnet werden. Der kurzen Zeit bis zur Eröffnung ging eine Sammeltätigkeit voraus. In den alten Höfen von Friedewald und den Nachbargemeinden wurden mit den Eigentümern die Dachböden durchstöbert, wobei manche Fundgrube entdeckt wurde. Dankbar wurden die zur Verfügung gestellten Gegenstände und Geräte in Empfang genommen, gereinigt, konserviert und ausgestellt. So konnte den Besuchern ein Einblick in die Lebenswelt vergangener Generationen in und um Friedewald gewährt werden, indem Exponate aus dem Handwerk, dem Leben und Arbeiten auf dem bäuerlichen Hof und der Kali-Industrie zusammengetragen wurden.

Schon zwei Jahre später konnten fünf weitere Schauräume angemietet und der Zugang zum Museum in den baulich reizvollen Treppenturm des Mitteltraktes verlegt werden. Im Jahre 1978 verfügte das Museum über dreizehn Ausstellungsräume sowie eine Werkstatt und zwei Aufenthaltsräume, die bei dem jährlich stattfindenden Schloßbrunnenfest genutzt wurden. Überschüsse aus diesen Festen trugen zum finanziellen Fundament der Sammlung bei, wiewohl ohne den immerwährenden und freiwilligen Arbeitseinsatz der Mitglieder der Aufbau und der Unterhalt des Museums nicht möglich gewesen wäre. Im Jahre 1980 wurde der Verkehrs- und Verschönerungsverein aus rechtlichen Gründen in den "Heimatverein Friedewald e.V." umgewandelt, blieb aber der Träger des Museums. Zwei Jahre lang konnte ein reger Besuch der heimatkundlichen Sammlung festgestellt werden, die aber im Winter 1982/1983 wegen Baufälligkeit und anstehenden Sanierung des Gebäudes ausgelagert werden mußte. Die versprochene, allerdings verzögerte Rückkehr der Exponate bereitete sich in den Wintermonaten 1988/1989 vor. Wieder durch den Einsatz der Mitglieder des Heimatvereins - die pflegenden Hände der Frauen seien besonders erwähnt - wurde das gesamte Museumsgut aufgearbeitet. Letztlich entstand mit Hilfe des Landes Hessen, des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, der Liegenschaftsverwaltung, des Heimatvereins und eines wissenschaftlichen Beraters und Museumsplaners ein Konzept, das durch die Sorgfältigkeit der Präsentation unserer heimatkundlichen Sammlung gerecht wurde, und durch weitere Sammeltätigkeit konnte inzwischen vieles ergänzend eingebracht werden.